Diäten zum Abnehmen

Wer an Gewicht verlieren möchte, greift in aller Regel auf eine Diät zurück. Mittlerweile gibt es jede Menge verschiedene Diätformen, welche große Erfolgschancen versprechen. Doch die Diät alleine reicht oft nicht aus, um Gewicht zu verlieren oder es auf Dauer zu halten. Vor Diätbeginn sollte sich daher jeder gründlich mit dem Thema auseinander setzen und die geeignete Form für sich finden.

So funktioniert eine Diät

Die meisten Diäten funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip, jedoch spielte die Diätform dabei eine wichtige Rolle. Üblicherweise wird bei einer Diät auf bestimmte Nahrungsmittel, Nahrungsmittelgruppen oder Inhaltsstoffe wie Fette, Kohlenhydrate oder Eiweiße verzichtet. Der komplette Verzicht auf Nahrung wird hingegen als Fasten bezeichnet und eignet sich nicht als eine Diätform.
Während einer Diät verändert sich der Stoffwechsel. Der Körper erhält nicht mehr die gewohnten Nährstoffe und ist gezwungen, seinen Energiebedarf aus weiteren Quellen, außer der Nahrung, zu decken. Für gewöhnlich bedient sich der Körper dann den Fettspeichern unter der Haut. Doch bis tatsächlich Fett verbrannt wird, geschehen noch andere Prozesse. Durch den Nahrungsmangel stellt der Körper auf „Notstand“ um und greift auf die am schnellsten verfügbaren Energiereserven zurück. Dies sind Eiweiße und Zucker aus den Muskeln. An die Glucose-Teilchen sind jedoch auch Wasser-Teilchen gebunden, deswegen verliert man in den ersten Tagen einer Diät viel Wasser und Muskelmasse. Erste wenn diese Energiereserven aufgebraucht sind, beginnt der Körper die Fettdepots anzugreifen. Damit eine Diät also Erfolg hat, muss sie über mehrere Tage durchgeführt werden.

Die beliebtesten Diätformen

Es gibt jede Menge Diäten, die alle schnelle und gute Ergebnisse versprechen. Man sollte sich in jedem Fall vor Diätbeginn gründlich über die Diätform informieren. Es gibt einige Diäten, von denen abzuraten ist, weil sie als gesundheitsgefährdend und ungeeignet angesehen werden. Daher gelten vor allem Diäten, bei denen man innerhalb kürzester Zeit möglichst viele Pfunde verliert, als ungesund. Um Erfolg haben zu können, sollte ein stimmiges Konzept, welches neben der Ernährungsumstellung auch Bewegung und Sport beinhaltet, gewählt werden. Hier eine kurze Einführung in die bekanntesten Diätformen, welche geringe Risiken für den Körper darstellen.

Low-Carb Diäten:

Hier bei handelt es sich um eine Diätvariante, bei der weitestgehend auf Kohlenhydrate verzichtet wird. Somit werden weder Getreide noch Kartoffeln oder Reis, dafür aber viel Gemüse, Fisch und Fleisch gegessen. Da der Körper seine Energie nicht aus den Kohlenhydraten gewinnen kann, muss er die komplexeren Fette aus Fleisch und Fisch in Energie umwandeln.

Low-Fat Diäten:

Bei dieser Diätform wird die Fettaufnahme durch die Nahrung begrenzt. In der heutigen Zeit essen wir in der Regel zu fettreich. Der Körper kann Kohlenhydrate leichter verbrennen als Fett, daher werden die überschüssigen Fette in den Zellen eingelagert. Eine Low-Fat Diät eignet sich daher sehr gut zu einer Gewichtsreduktion. Allerdings sollte niemals gänzlich auf Fett verzichtet werden, da der Körper dieses benötigt. Im Allgemeinen sind Pflanzenfette den tierischen Fetten vorzuziehen.

Trennkost Diät:

Diese Diätformen verzichten nicht unbedingt auf bestimmte Nahrungsmittel. Das Prinzip erfolgt auf einer Trennung von Kohlenhydraten und Eiweißen. Dabei sollen Kohlenhydrate nur morgens und abends, während Eiweiße mittags gegessen werden. Eine abgeänderte Form ist die KFZ-Diät, bei welcher Fette und Kohlenhydrate separat voneinander gegessen werden. Dadurch sollen die Lebensmittel vom Körper effektiver verbrannt werden.

Gefahren und Nachteile von Diäten

Eine Diät wird heute überwiegend zur Reduktion von Körpergewicht eingesetzt. Wenn man sich an die jeweiligen Regeln und Richtlinien der verschiedenen Diätformen hält, kann dies auch problemlos erzielt werden. Die schlimmste Gefahr besteht jedoch im Jo-Jo-Effekt und macht allen Erfolg innerhalb kürzester Zeit zunichte. Der Jo-Jo-Effekt kommt häufig dann zustande, wenn nach einer Diät wie gewohnt weiter gegessen wird. Der Körper ist aufgrund des Nahrungsmangels nämlich immer noch im Sparmodus und speichert die zugeführten Kohlenhydrate und Fette nach Abbruch der Diät in den Körperzellen ein. Es dauerte mehrere Tage oder sogar Wochen, bis der Körper „gelernt“ hat, dass der Notstand vorüber ist und ihm regelmäßig genug Energie zugeführt wird. Des Weiteren können radikale Diäten, bei denen wöchentlich mehr als ein Kilogramm Gewicht verloren wird, dem Stoffwechsel schaden und die Verdauung durcheinander bringen. Wer sein Gewicht auf Dauer reduzieren möchte, sollte den langsamen Weg gehen und eine Umstellung der Essgewohnheiten in Betracht ziehen.

Weitere Maßnahmen zum Abnehmen

Eine Diät kann und sollte von einem ausgewogenen Bewegungsprogramm begleitet werden. Wer zusätzlich Sport treibt, kann auf eine sanfte Diätform zurückgreifen und wird dennoch in hohem Maße von dem Erfolg profitieren. Denn Bewegung verbrennt auf schnelle Weise Fett und Kohlenhydrate. Zudem bringt sie den Organismus in Schwung und verbessert den Stoffwechsel, wodurch wiederum die aufgenommene Nahrung besser verarbeitet werden kann. Doch Sport hat einen weiteren wichtigen Aspekt in Bezug auf die Gewichtsreduktion. Wer viele Pfunde verlieren möchte, tut gut daran, die Haut durch gezieltes Training elastisch und fest zu erhalten. Ein rapider Gewichtsverlust, wie er häufig zu Beginn der Diät erfolgt, sollte unbedingt durch Sport unterstützt werden. Die Haut kann sich nicht von alleine so schnell zurückbilden und könnte im schlimmsten Fall hängen und unschöne Falten bilden. Dies kommt jedoch nur vor, wenn man wirklich viel Gewicht auf einmal verliert.
Yoga und Pilates sind beliebte Fitness-Programm, um den Körper elastisch und beweglich zu halten. Sie verbrennen jedoch nicht besonders viele Kalorien. Ein abgestimmtes Workout, welches auf die individuellen Problemzonen eingeht, ist hier genau das Richtige. Schwimmen, Joggen und Radfahren sind sehr effektive Sportarten, welche den gesamten Organismus beanspruchen. Doch auch kurze Körperübungen für Zuhause helfen bei Problemzonen und verursachen keine zusätzlichen Ausgaben für Fitness-Studios.
Der Ernährung sollte in jedem Fall umgestellt werden. Ballaststoffe bereichern die kohlenhydratreichen Lebensmittel und sollten bevorzugt werden. Vollkornprodukte sind somit nicht nur gesünder, sondern auch vorteilhaft für das Gewicht. Der Körper benötigt länger um sie zu verdauen, deswegen hat man auch weniger und seltener Hunger. Des Weiteren können pflanzliche Fette und Eiweiße besser vom menschlichen Körper verarbeitet werden. Demnach können Pflanzenmargarine auf Brot, Sojabohnen und Rapsöl in der Pfanne zusätzlich Kalorien einsparen. Die Ernährung sollte in jedem Fall ausgewogen und Abwechslungsreich sein.